Thermografie

Mit Hilfe der Thermografie wird durch eine spezielle Kamera, die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung bildlich sichtbar gemacht.

Alle Temperaturen oberhalb des absoluten Nullpunktes strahlen Wärme ab. Diese kann, durch die Thermographie, in verschiedenen Farbskalen dargestellt werden.

Eine Visualisierung des Ist-Zustandes des Gebäudes ermöglicht uns das Aufspüren von Baumängeln aller Art. Insbesondere im Fassadenbereich können so bauliche Mängel schnell und einfach aufgespürt werden. Auch für den Laien ist es dadurch möglich den Sachverhalt leicht verständlich zu erkennen.

Wärmebrücken am Gebäude können so schnell erkannt werden und geben wertvolle Hinweise auf die fehlerhaften Gebäudeteile, die bei einer energetischen Sanierung des Gebäudes besonders beachtet werden sollten.

An Außenoberflächen von beheizten Gebäuden gilt:
1. helle Farben weisen auf warme, schlecht "isolierte" Flächen hin.
2. dunkle Farben weisen auf kalte, gut "isolierte" Flächen hin.

Was ist wichtig für eine Thermografie


Damit die Thermografie eines Hauses den wärmetechnischen Zustand der Bauteile richtig zeigt, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

  • Thermografieren von außen kann man nur im Winter und bei Nacht, genauer bei Außentemperaturen unter +5°C und ohne Sonneneinstrahlung.
  • Die Sonneneinstrahlung verfälscht nämlich die Aussagen des Thermogramms, da durch die Sonne Wände und Dächeraufgeheizt werden.
  • Das Haus sollte in der Nacht, in der thermografiert wird, gleichmäßig beheizt sein.
  • Alle Fenster sollten 2-3 Stunden vorher geschlossen sein.
  • Hinterlüftete Fassadenflächen werden von innen untersucht, ebenso die ziegelgedeckten und damit ebenfalls hinterlüfteten Dachflächen.
  • Die Fassaden sollten zugänglich und sichtbar sein.
  • Auch mit einer Thermo-Kamera kann man nicht durch Büsche und Bäume hindurchsehen.